Französische Restaurants in Deutschland

Bistroküche, Käse und Wein. 230 Lokale in 65 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 230 Lokale
  • 65 Städte
  • 19–34 € Hauptgericht
Coq au Vin
Foto: Beck from East Midlands, United Kingdon, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
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Französische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die französische Küche hat die Sprache der Gastronomie geprägt wie keine andere. Begriffe wie Sauté, Mise en place, Bouillon oder Menü stammen aus Frankreich, ebenso die klassische Aufgabenteilung in der Restaurantküche. Ihr Fundament sind sorgfältig gezogene Fonds, Saucen auf Butter- oder Weinbasis und eine große Wertschätzung für Produkte und deren Herkunft. Dabei ist sie keineswegs nur fein und kompliziert: Die Bistro- und Landküche lebt von Schmorgerichten, Terrinen, Käse und Brot. Von der Butter- und Sahneküche der Normandie bis zur Olivenöl- und Kräuterküche der Provence reicht die regionale Bandbreite.

In Deutschland begegnet man französischer Küche auf unterschiedlichen Ebenen. Es gibt das klassische Bistro mit Kreidetafel, Steak frites und offenem Wein, die geräumige Brasserie, die vom Mittag bis zum späten Abend durchgehend serviert, und das gehobene Restaurant mit mehrgängigem Menü und Weinbegleitung. In Grenzregionen wie dem Saarland, der Pfalz oder Baden ist der französische Einfluss besonders spürbar, dort verschwimmen die Grenzen zur regionalen Küche. Viele Gäste verbinden einen französischen Abend mit einem Anlass und mit Muße – ein langes Essen über mehrere Gänge ist hier ausdrücklich erwünscht.

Ein gutes französisches Restaurant erkennt man nicht am Preis, sondern an der Präzision. Saucen sollten glänzen und Tiefe haben, ohne von Sahne überdeckt zu sein. Pommes zum Steak werden idealerweise zweimal frittiert, die Crème brûlée hat eine dünne, splitternde Kruste. Ein kleines, wechselndes Tagesangebot auf der Tafel ist meist aussagekräftiger als eine lange Standardkarte. Achten Sie auch auf das Brot, die Käseauswahl und die Weinkarte: Offene Weine aus verschiedenen Regionen, von der Loire bis ins Languedoc, und kompetente Beratung zeigen, dass das Haus französische Esskultur lebt, statt sie nur zu imitieren.

So bestellt man richtig

Französisch essen bedeutet, sich Zeit zu nehmen. Klassisch folgt auf die Entrée, etwa eine Terrine oder Zwiebelsuppe, der Hauptgang, danach Käse und schließlich das Dessert. Viele Häuser bieten ein Menü aus zwei oder drei Gängen an, das günstiger ist als die Einzelbestellung; mittags lohnt die sogenannte Formule mit Tagesgericht. Steaks werden nach Garstufe bestellt: saignant für blutig, à point für rosa. Wein gibt es oft glasweise oder in der Karaffe, und Brot wird nachgereicht, ohne dass man fragen muss. Den Kaffee trinkt man nach dem Dessert, nicht dazu.

Preisniveau€€€
Hauptgericht19 bis 34 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis230

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Eine Kreidetafel mit täglich wechselnden Gerichten deutet auf Marktküche und frischen Einkauf statt auf Standardware hin.
  • Mittagsmenüs bieten oft die beste Gelegenheit, ein gehobenes Haus zu moderaten Preisen kennenzulernen.
  • Ein Käsewagen oder eine gepflegte Auswahl an Rohmilchkäse zeigt, dass das Restaurant die französische Tischkultur ernst nimmt.
  • Fragen Sie nach offenen Weinen aus kleineren Anbaugebieten; gute Häuser beraten gern auch jenseits von Bordeaux und Burgund.
  • Brasserien mit durchgehender Küche sind die richtige Wahl, wenn Sie spät oder zwischen den klassischen Essenszeiten einkehren möchten.

Häufige Fragen

Ist französisches Essen immer teuer?

Nein. Gehobene Restaurants mit Menüs ab etwa 70 Euro sind nur ein Teil des Angebots. Im Bistro oder in der Brasserie kosten Hauptgerichte wie Steak frites, Moules frites oder Coq au Vin meist zwischen 18 und 32 Euro. Mittags gibt es häufig zwei Gänge für 18 bis 26 Euro. Teurer wird es vor allem durch Wein, Austern oder Spezialitäten wie Entenleber.

Was ist der Unterschied zwischen Bistro und Brasserie?

Ein Bistro ist meist klein und familiär und hat eine kurze Karte mit wechselnden Tagesgerichten. Brasserien sind größer und lebhafter, servieren durchgehend vom Mittag bis spät abends und bieten Klassiker wie Choucroute, Meeresfrüchteplatten und Steaks. Der Name Brasserie leitet sich von Brauerei ab, weshalb dort traditionell auch frisch gezapftes Bier ausgeschenkt wird.

Gibt es vegetarische Optionen im französischen Restaurant?

Die klassische französische Küche arbeitet viel mit Fleisch, Fisch und Fonds, doch es gibt gute vegetarische Gerichte: Ratatouille, Gemüsequiche, Gratin dauphinois, Salat mit warmem Ziegenkäse oder Käsesoufflé. Vorsicht bei der Zwiebelsuppe, die meist mit Rinderbrühe gekocht wird. Viele moderne Restaurants bieten inzwischen ein vollständiges vegetarisches Menü an, für Veganer ist die Auswahl dagegen eher begrenzt.

Sollte man im französischen Restaurant reservieren?

Für den Abend und besonders am Wochenende ist eine Reservierung sinnvoll, bei gehobenen Häusern nahezu unverzichtbar. Kleine Bistros haben oft nur wenige Tische und sind schnell ausgebucht, Brasserien nehmen eher spontane Gäste auf. Bei Menüs mit mehreren Gängen sollte man zwei bis drei Stunden einplanen und Unverträglichkeiten möglichst schon bei der Reservierung angeben.

Welche Garstufe bestelle ich beim Steak?

Französische Köche braten Steaks tendenziell kürzer als in Deutschland üblich. Bleu bedeutet nur scharf angebraten und innen roh, saignant blutig, à point rosa und bien cuit durchgebraten. Wer ein mittleres Rosa möchte, bestellt am besten à point. Für Entrecôte und Onglet empfehlen viele Köche saignant oder à point, weil das Fleisch sonst an Saftigkeit verliert.

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