Mexikanische Restaurants in Deutschland

Tacos, Burritos und Guacamole. 288 Lokale in 94 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 288 Lokale
  • 94 Städte
  • 13–24 € Hauptgericht
Tacos
Foto: Larry Miller, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Wie weit ist es bis zum nächsten Lokal?

Nach Ihrer Freigabe sortieren wir die Lokale von nah nach fern und zeigen die Entfernung an. Ihr Standort wird nur für diese Suche verwendet und nicht gespeichert.

Mexikanische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die traditionelle mexikanische Küche gehört seit 2010 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO – und das zu Recht. Ihre Grundlage bildet der Mais, der durch Nixtamalisierung, das Kochen in Kalkwasser, zu Teig für Tortillas und Tamales wird. Dazu kommen Bohnen, Kürbis, Tomaten, Avocado und eine kaum überschaubare Vielfalt an Chilis, frisch wie getrocknet. Die regionalen Unterschiede sind enorm: Oaxaca ist berühmt für seine Moles, Yucatán für Cochinita Pibil mit Achiote und Bitterorange, der Norden für Weizentortillas und gegrilltes Rindfleisch. Schärfe ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil eines vielschichtigen Aromas.

In Deutschland begegnet man mexikanischem Essen häufig in Form von Tex-Mex, der amerikanisierten Variante mit überbackenen Enchiladas, Chili con Carne, Nachos mit Käsesauce und großen Burritos. Lange prägten Cocktailbars mit Happy Hour das Bild. Seit einigen Jahren entstehen jedoch Taquerías und Restaurants, die sich an der Küche Mexikos orientieren, Maistortillas selbst pressen und Salsas aus gerösteten Chilis anrühren. Beide Stile haben ihre Berechtigung – wichtig ist nur zu wissen, worauf man sich einlässt. Ein lebhafter Abend mit Freunden, geteilten Tellern und Margaritas gehört in vielen Städten zum festen Repertoire.

Ein gutes mexikanisches Restaurant zeigt sich an den Tortillas. Frisch gepresste Maistortillas duften nach geröstetem Mais, sind weich und biegsam und reißen nicht beim ersten Biss. Guacamole sollte frisch zubereitet sein, mit grober Struktur, Limette und Koriander statt einer glatten, blassen Masse. Mehrere hausgemachte Salsas – etwa eine grüne mit Tomatillo und eine rote mit getrockneten Chilis – sprechen für Sorgfalt. Wer Tacos al Pastor, Barbacoa oder ein Mole auf der Karte findet, kann auf eine ambitionierte Küche hoffen. Bei Tex-Mex zählen dagegen frische Zutaten statt Fertigsaucen und ein maßvoller Umgang mit Käse.

So bestellt man richtig

Tacos bestellt man am besten in Runden: zwei bis drei Stück pro Sorte, damit jeder am Tisch probieren kann, und lieber nachbestellen als zu viel auf einmal. Gegessen wird mit der Hand – die Tortilla leicht falten, den Kopf neigen und mit Limette und Salsa nachwürzen. Als Einstieg eignen sich Guacamole mit Totopos oder Quesadillas zum Teilen. Burritos und Enchiladas sind dagegen sättigende Einzelgerichte. Wer die Schärfe nicht kennt, probiert jede Salsa zunächst mit einem Chip, bevor er sie großzügig verteilt. Zum Abschluss passen Churros mit Schokolade.

Preisniveau€€
Hauptgericht13 bis 24 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis288

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Fragen Sie, ob die Maistortillas im Haus gepresst werden – das ist der deutlichste Qualitätsunterschied bei Tacos.
  • Mindestens zwei hausgemachte Salsas auf dem Tisch zeigen, dass die Küche Wert auf Chilis und frische Zubereitung legt.
  • Unterscheiden Sie bewusst zwischen Tex-Mex und regionaler mexikanischer Küche, damit Erwartungen und Speisekarte zusammenpassen.
  • Guacamole sollte grob gestampft, frisch grün und nach Limette schmecken; eine graue, glatte Masse deutet auf Fertigware hin.
  • Eine gut sortierte Auswahl an Tequila und Mezcal mit Herkunftsangaben spricht meist auch für Sorgfalt in der Küche.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen mexikanisch und Tex-Mex?

Tex-Mex entstand im Grenzgebiet zwischen Texas und Mexiko und arbeitet mit Weizentortillas, viel Käse, Rinderhack, Kreuzkümmel und Sauerrahm. Typisch sind Nachos, Chili con Carne und Fajitas. Die Küche Mexikos setzt dagegen stärker auf Maistortillas, frische Salsas, Kräuter, Schmorgerichte und regionale Chilisorten. Viele Restaurants in Deutschland mischen beide Richtungen auf ihrer Karte.

Ist mexikanisches Essen sehr scharf?

Nicht zwangsläufig. Viele Gerichte werden mild gekocht, die Schärfe kommt erst über Salsas und eingelegte Jalapeños, die man selbst dosiert. Vorsicht bei Salsas mit Habanero oder Chile de Árbol, die sehr scharf sein können. Wer unsicher ist, fragt beim Service nach der mildesten und der schärfsten Option. Sauerrahm, Käse und Guacamole mildern die Schärfe angenehm ab.

Welche vegetarischen Gerichte gibt es in mexikanischen Restaurants?

Die Auswahl ist gut, denn Bohnen, Mais, Avocado, Käse und Gemüse sind feste Bestandteile der Küche. Beliebt sind Quesadillas mit Pilzen, Burritos mit schwarzen Bohnen, Enchiladas mit Spinat und Tacos mit geröstetem Blumenkohl oder Süßkartoffel. Achten Sie darauf, ob die Bohnen mit Schmalz zubereitet werden, was in traditionellen Küchen nicht unüblich ist.

Wie viel kostet ein Abend im mexikanischen Restaurant?

Einzelne Tacos kosten meist 3,50 bis 6 Euro, eine Portion mit drei Tacos liegt bei 12 bis 17 Euro. Burritos, Enchiladas und Fajitas bewegen sich zwischen 14 und 27 Euro. Cocktails wie Margarita kosten außerhalb der Happy Hour 9 bis 13 Euro. Mit Vorspeise, Hauptgang und zwei Drinks sollte man rund 40 bis 55 Euro pro Person einplanen.

Was sind Tacos al Pastor?

Tacos al Pastor stammen aus Mexiko-Stadt und gehen auf libanesische Einwanderer zurück, die den Drehspieß mitbrachten. Schweinefleisch wird mit getrockneten Chilis und Achiote mariniert, am senkrechten Spieß gegart und mit einem Stück Ananas in eine kleine Maistortilla gegeben. Dazu kommen gehackte Zwiebeln, Koriander und Salsa. Echte al Pastor vom Spieß sind in Deutschland noch selten.

Weitere Küchen entdecken