Türkische Restaurants in Deutschland

Meze, Grill und Pide. 706 Lokale in 150 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 706 Lokale
  • 150 Städte
  • 14–24 € Hauptgericht
Adana Kebap
Foto: Anatolianpride, Public domain, via Wikimedia Commons
Wie weit ist es bis zum nächsten Lokal?

Nach Ihrer Freigabe sortieren wir die Lokale von nah nach fern und zeigen die Entfernung an. Ihr Standort wird nur für diese Suche verwendet und nicht gespeichert.

Türkische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die türkische Küche ist ein Erbe des Osmanischen Reiches und verbindet Einflüsse aus Anatolien, dem Kaukasus, dem Balkan und der Levante. Ihr Herz schlägt am Holzkohlegrill, doch mindestens ebenso wichtig sind langsam geschmorte Gemüsegerichte in Olivenöl, gefüllte Teigwaren und eine Vorspeisenkultur, die sich über Stunden ausdehnen kann. Gewürze wie Pul Biber, Sumach, Minze und Kreuzkümmel werden gezielt eingesetzt, Joghurt gleicht Schärfe aus, und frisches Fladenbrot fehlt bei keiner Mahlzeit. Regional unterscheidet sich die Küche deutlich: Die Ägäis kocht leicht und kräuterbetont, der Südosten um Gaziantep und Adana kräftig und scharf.

In Deutschland ist türkisches Essen seit Jahrzehnten Teil des Alltags, doch lange stand der schnelle Imbiss im Vordergrund. Inzwischen haben sich in vielen Städten Ocakbaşı-Grillhäuser, Familienrestaurants mit Mezetheke und moderne Lokale etabliert, die regionale Spezialitäten zeigen. Typisch ist der großzügige Empfang: Oft kommen Brot, Dips und ein kleiner Salat ungefragt auf den Tisch, nach dem Essen folgt nicht selten ein Glas Tee auf Kosten des Hauses. Besonders am Wochenende treffen sich Großfamilien zu langen Abendessen oder zu einem ausgiebigen Frühstück mit Sucuk, Menemen und Kaymak.

Woran erkennt man eine gute Adresse? Zuerst am Grill: Echte Holzkohle verleiht Adana und Lammkoteletts ein Aroma, das ein Elektro- oder Gasgrill nicht erreicht. Hackfleischspieße sollten von Hand geformt und saftig sein, nicht gleichförmig und trocken. Eine Vitrine mit täglich frisch angerichteten Meze ist ein weiteres gutes Zeichen, ebenso Lahmacun und Pide aus dem Steinofen. Wer auf der Karte Gerichte wie Ali Nazik, İçli Köfte oder Hünkar Beğendi findet, darf auf eine Küche hoffen, die mehr kann als Standardgerichte – und sollte unbedingt Platz für Künefe lassen.

So bestellt man richtig

Ein türkisches Essen beginnt mit Meze: Am besten wählt man drei bis fünf kalte Vorspeisen für den Tisch und tunkt sie mit warmem Brot. Danach folgen warme Vorspeisen wie Sigara Böreği oder gegrillter Hellim. Beim Hauptgang bieten sich gemischte Grillplatten an, wenn man zu mehreren unterwegs ist; Spieße werden meist mit Bulgur oder Reis, gegrillter Paprika und Zwiebelsalat mit Sumach serviert. Ayran passt hervorragend zu scharfem Fleisch. Zum Abschluss gehören Künefe oder Baklava und ein schwarzer Tee oder Mokka – Eile ist dabei fehl am Platz.

Preisniveau€€
Hauptgericht14 bis 24 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis706

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Ein Holzkohlegrill im Gastraum oder ein deutlich sichtbarer Rauchabzug ist ein starkes Indiz für aromatisches, authentisches Grillfleisch.
  • Eine Meze-Vitrine mit frisch angerichteten Schälchen zeigt, dass die Vorspeisen täglich hergestellt und nicht fertig eingekauft werden.
  • Lahmacun und Pide sollten aus einem echten Steinofen kommen – erkennbar am dünnen, an den Rändern leicht angekohlten Teig.
  • Viele türkische Familien unter den Gästen sprechen meist für Gerichte, die nah an der Küche des Herkunftslandes bleiben.
  • Regionale Spezialitäten aus Gaziantep, Adana oder dem Schwarzmeerraum auf der Karte deuten auf Köche mit eigener Handschrift hin.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Adana und Urfa Kebap?

Beide sind Spieße aus fein gehacktem Lammfleisch mit etwas Schwanzfett, die über Holzkohle gegrillt werden. Adana Kebap ist mit reichlich Chiliflocken gewürzt und deutlich scharf. Urfa Kebap verzichtet auf die Schärfe, schmeckt milder und rauchiger und betont stärker das Fleischaroma. Serviert werden beide meist auf Fladenbrot mit gegrillten Tomaten, Spitzpaprika und Zwiebelsalat mit Sumach.

Gibt es in türkischen Restaurants vegetarische Gerichte?

Mehr als man denkt. Viele Meze sind traditionell fleischlos, etwa Ezme, Haydari, Humus, gefüllte Weinblätter oder Auberginen in Olivenöl. Linsensuppe, Pide mit Käse, Mücver und İmam Bayıldı eignen sich ebenfalls gut. Bei Suppen kann jedoch Fleischbrühe verwendet werden, und Bulgur wird manchmal mit Butter zubereitet. Für Veganer lohnt sich daher eine kurze Nachfrage beim Service.

Wie viel kostet ein Essen im türkischen Restaurant?

Grillgerichte wie Adana, Hähnchenspieß oder Köfte kosten meist zwischen 15 und 24 Euro, Lammkoteletts und gemischte Grillplatten teilweise mehr. Pide und Lahmacun sind mit 7 bis 16 Euro deutlich günstiger. Für ein komplettes Abendessen mit Meze, Hauptgang, Getränk und Dessert sollte man pro Person mit etwa 30 bis 45 Euro planen.

Wird in türkischen Restaurants Alkohol ausgeschenkt?

Das ist unterschiedlich. Viele Grillrestaurants und Mezehäuser bieten Rakı, Bier und türkischen Wein an, gerade Rakı gehört für viele zu einem langen Mezeabend dazu. Andere Betriebe verzichten bewusst vollständig auf Alkohol und servieren stattdessen Ayran, Şalgam und frisch aufgebrühten Tee. Wer Wert darauf legt, wirft am besten vorher einen Blick in die Getränkekarte.

Ist ein türkisches Restaurant für große Gruppen geeignet?

Ausgesprochen gut. Die türkische Esskultur ist auf das Teilen ausgelegt, und viele Restaurants haben große Tische für Familienfeiern. Gemischte Grillplatten für vier bis sechs Personen und Meze-Auswahlen erleichtern die Bestellung. Für Gruppen ab acht Personen sollte man reservieren, am Wochenende möglichst frühzeitig. Häufig lassen sich vorab feste Menüs zu einem Pauschalpreis vereinbaren.

Weitere Küchen entdecken