Israelische Restaurants in Deutschland

Hummus, Mezze und Shakshuka. 17 Lokale in 10 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 17 Lokale
  • 10 Städte
  • 14–25 € Hauptgericht
Shakshuka
Foto: Calliopejen1, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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Israelische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die israelische Küche ist jung und gleichzeitig uralt. Sie entstand in wenigen Jahrzehnten aus den Kochtraditionen von Menschen, die aus Marokko, dem Jemen, dem Irak, Osteuropa, Äthiopien oder Persien eingewandert sind, und verbindet diese mit der arabisch-levantinischen Küche der Region. Das Ergebnis ist eine lebendige Mischung: Hummus und Falafel aus der Levante, Shakshuka aus dem Maghreb, Schug und Malawach aus dem Jemen, Schnitzel und Hühnersuppe aus Mitteleuropa. Charakteristisch sind frisches Gemüse, reichlich Kräuter, Tahini, Zitrone, Olivenöl und Gewürzmischungen wie Za'atar, Baharat oder Sumach. Viele Gerichte sind von Haus aus vegetarisch, und gegessen wird bevorzugt gemeinsam von vielen kleinen Tellern.

In Deutschland hat sich die israelische Küche in den vergangenen fünfzehn Jahren stark verbreitet, angeführt von Berlin, wo viele junge Israelis leben und Restaurants eröffnet haben. Inzwischen finden sich auch in München, Hamburg, Frankfurt, Köln und Leipzig Lokale, die von schlichten Hummusbars bis zu modernen Restaurants mit Teilkonzept reichen. Typisch ist eine lockere, gesellige Atmosphäre mit lauter Musik, offenen Küchen und Kellnerinnen, die Empfehlungen mit Begeisterung vortragen. Am Wochenende ist der Brunch mit Shakshuka, Labaneh und frischem Brot besonders gefragt, und vegane Gäste kommen in kaum einer anderen Küche so selbstverständlich auf ihre Kosten.

Die Qualität eines israelischen Restaurants beginnt beim Hummus. Er sollte täglich frisch aus eingeweichten, weich gekochten Kichererbsen zubereitet werden, cremig und lauwarm sein und mit reichlich Tahini, Olivenöl und Zitrone abgeschmeckt werden. Pita oder Laffa müssen frisch und warm auf den Tisch kommen, idealerweise aus dem eigenen Ofen. Falafel sind innen grün von Kräutern und außen knusprig, nicht trocken. Ein gutes Zeichen ist zudem eine Auswahl an hausgemachten Saucen wie Amba aus eingelegter Mango, scharfem Schug und Tahini. Wer saisonal wechselnde Gemüsegerichte anbietet, zeigt, dass die Küche über Standardmezze hinausdenkt.

So bestellt man richtig

Israelisch isst man am besten in kleiner Runde mit vielen Tellern. Starten Sie mit zwei oder drei Mezze wie Hummus, Matbucha und gerösteter Aubergine, dazu reichlich Pita, und reißen Sie das Brot direkt in die Schalen. Danach kommen ein bis zwei warme Gerichte für die Tischmitte, etwa Lammspieße, Fisch oder der im Ganzen geröstete Blumenkohl. Bestellen Sie lieber in zwei Runden, denn die Portionen fallen oft größer aus als erwartet. Zum Abschluss passen Malabi und ein Kaffee mit Kardamom, beim Brunch steht Shakshuka im Mittelpunkt.

Preisniveau€€
Hauptgericht14 bis 25 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis17

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Fragen Sie, ob der Hummus täglich frisch gemacht wird, lauwarmer, cremiger Hummus schmeckt deutlich besser als gekühlte Ware.
  • Warmes, frisch gebackenes Pita oder Laffa aus dem eigenen Ofen ist eines der verlässlichsten Qualitätsmerkmale dieser Küche.
  • Wer streng koscher essen möchte, sollte gezielt nach einem Zertifikat fragen, denn die meisten israelischen Restaurants sind nicht koscher.
  • Für den Wochenendbrunch lohnt eine Reservierung, Shakshuka-Pfannen und Mezze-Frühstücke sind in vielen Städten sehr gefragt.
  • Hausgemachter Schug und Amba am Tisch zeigen eine Küche, die Wert auf die Details der jemenitischen und irakisch-jüdischen Tradition legt.

Häufige Fragen

Sind israelische Restaurants koscher?

Die meisten israelischen Restaurants in Deutschland sind nicht koscher. Sie servieren zwar häufig kein Schweinefleisch, kombinieren aber teilweise Fleisch- und Milchprodukte oder verwenden Zutaten ohne Koscher-Zertifikat. Streng koschere Lokale gibt es vor allem in Städten mit größeren jüdischen Gemeinden. Sie sind durch ein Zertifikat einer Rabbinatsaufsicht gekennzeichnet und meist am Schabbat geschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen israelischer und libanesischer Küche?

Beide Küchen teilen viele Gerichte der Levante wie Hummus, Falafel oder Tabouleh. Die israelische Küche ist jedoch zusätzlich stark von jüdischen Einwanderern aus Nordafrika, dem Jemen, dem Irak und Osteuropa geprägt. Daher finden sich auf israelischen Karten auch Shakshuka, Sabich, Schug, Schnitzel oder Chraime, die in libanesischen Restaurants kaum vorkommen.

Was ist Sabich?

Sabich ist ein Pita-Sandwich, das irakisch-jüdische Einwanderer nach Israel gebracht haben. Gefüllt wird es mit frittierten Auberginenscheiben, hart gekochtem Ei, Tahini, israelischem Salat, Kartoffeln und Amba, einer würzigen Sauce aus eingelegter Mango. Ursprünglich ein Schabbat-Frühstück, ist es heute ein beliebtes Straßengericht und in vielen Restaurants auch als Teller erhältlich.

Ist die israelische Küche gut für Veganer?

Ja, ausgesprochen gut. Hummus, Falafel, Tabouleh, Matbucha, geröstete Auberginen, Linsengerichte und viele Gemüsesalate sind von Natur aus vegan. Tahini ersetzt oft Joghurt oder Sahne. Achten sollten Veganer lediglich auf Labaneh, Feta und Eier, die in Shakshuka, Sabich oder manchen Saucen enthalten sind. Die meisten Küchen kennzeichnen ihre veganen Gerichte inzwischen deutlich.

Was bedeutet Shakshuka?

Shakshuka ist ein Pfannengericht aus Nordafrika, bei dem Eier in einer würzigen Sauce aus Tomaten, Paprika, Knoblauch und Kreuzkümmel pochiert werden. Es wird in der heißen Pfanne mit Brot serviert. In Israel isst man es vor allem zum Frühstück, in deutschen Restaurants steht es oft beim Brunch auf der Karte, manchmal auch mit Feta, Merguez oder Spinat.

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