Pizzerien in Deutschland

Pizza aus dem Steinofen. 3.000 Lokale in 193 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 3.000 Lokale
  • 193 Städte
  • 9–17 € Hauptgericht
Pizza
Foto: igorovsyannykov, CC0, via Wikimedia Commons
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Pizzerien nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Pizza in ihrer heutigen Form entstand im Neapel des 18. und 19. Jahrhunderts als schnelles, günstiges Essen für die Straße. Ein dünner, weicher Boden, Tomaten, Mozzarella oder Käse, etwas Olivenöl, in wenigen Minuten in einem sehr heißen Holzofen gebacken. Aus diesem einfachen Prinzip haben sich unterschiedliche Stile entwickelt: die neapolitanische Pizza mit luftigem, leicht angekohltem Rand, die flache, knusprige römische Variante und zahlreiche Interpretationen, die mit italienischer Tradition nur noch locker verbunden sind.

In Deutschland ist die Pizzeria oft das unkomplizierteste Restaurant im Viertel. Man geht spontan hin, bestellt ohne langes Studieren der Karte und ist nach einer knappen Stunde wieder draußen. Neben klassischen Familienbetrieben mit großer Karte und Lieferservice haben sich in vielen Städten spezialisierte Pizzerien etabliert, die nur wenige Sorten anbieten, lange gereiften Teig verwenden und Zutaten aus Italien beziehen. Beide Typen haben ihre Berechtigung, unterscheiden sich aber deutlich in Geschmack, Konsistenz und Preis. Hinzu kommen Lokale im römischen Stil, die Pizza al Taglio vom Blech nach Gewicht verkaufen, sowie Pizzerien, die mit Sauerteig, Vollkornmehl oder ungewöhnlichen Belägen experimentieren.

Entscheidend für eine gute Pizza ist der Teig. Er sollte mindestens 24 Stunden, besser länger, ruhen, damit er bekömmlich wird und Aroma entwickelt. Ein offener Ofen, ob mit Holz oder Gas befeuert, erreicht Temperaturen weit über 400 Grad und backt die Pizza in rund 90 Sekunden. Zurückhaltender Belag zeugt von Selbstbewusstsein, denn eine gute Tomatensauce und frischer Fior di Latte brauchen keine Überladung. Wer zusehen kann, wie der Pizzaiolo den Teig von Hand formt, ist meist an der richtigen Adresse. Auch der Boden verrät viel, denn er sollte in der Mitte dünn, aber nicht durchgeweicht sein und beim Aufschneiden leicht nachgeben.

So bestellt man richtig

In der Pizzeria bestellt traditionell jeder seine eigene Pizza, die ungeschnitten serviert und mit Messer und Gabel oder gefaltet aus der Hand gegessen wird. In Gruppen lohnt es sich, verschiedene Sorten zu wählen und Stücke zu tauschen. Als Auftakt eignen sich ein gemischter Salat oder Bruschetta zum Teilen, mehr braucht es selten. Wer eine Pizza zum ersten Mal in einem Haus probiert, nimmt am besten eine Margherita, denn an ihr zeigt sich die Qualität von Teig und Sauce. Sonderwünsche beim Belag erfüllen viele Häuser, spezialisierte Pizzerien eher ungern.

Preisniveau€
Hauptgericht9 bis 17 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis3.000

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Fragen Sie nach der Gehzeit des Teigs, Angaben von 24 bis 72 Stunden sprechen für sorgfältiges Handwerk.
  • Ein sichtbarer Holz- oder Steinofen mit hoher Hitze ergibt den typisch luftigen Rand mit kleinen dunklen Bläschen.
  • Eine kurze Pizzakarte mit zehn bis fünfzehn Sorten ist oft ein besseres Zeichen als eine lange Liste mit Nudeln, Schnitzel und Gyros.
  • Achten Sie darauf, ob Büffelmozzarella oder Fior di Latte verwendet wird, statt geriebenem Schnittkäse.
  • Wenn die Pizzeria auch Teig ohne Belag als Brot zum Antipasto anbietet, ist sie meist stolz auf ihren Teig.

Häufige Fragen

Was kostet eine Pizza in Deutschland?

In einer klassischen Stadtteilpizzeria kostet eine Margherita etwa 8 bis 11 Euro, belegte Sorten liegen zwischen 11 und 16 Euro. Spezialisierte neapolitanische Pizzerien mit importierten Zutaten verlangen häufig 10 bis 14 Euro für die Margherita und bis zu 22 Euro für aufwendige Kreationen mit Burrata, Trüffel oder Mortadella.

Was ist der Unterschied zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?

Die neapolitanische Pizza hat einen weichen, elastischen Boden und einen hohen, luftigen Rand, den man Cornicione nennt. Sie wird bei sehr hoher Hitze nur kurz gebacken. Die römische Pizza ist dagegen dünn ausgerollt, fast ohne Rand und knusprig wie ein Cracker. Beide Stile sind authentisch, sie unterscheiden sich vor allem in Teigführung und Backtemperatur.

Gibt es in Pizzerien vegane Pizza?

Die Pizza Marinara mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl ist von Haus aus vegan und gilt als eine der ältesten Sorten überhaupt. Viele Pizzerien bieten zudem Gemüsepizzen ohne Käse oder mit pflanzlichem Mozzarella an. Fragen Sie nach, ob der Teig ohne Schmalz oder Milch zubereitet wird, was bei traditionellen Rezepten aber ohnehin die Regel ist.

Kann man die Pizza einpacken lassen?

Reste mitzunehmen ist in Pizzerien völlig üblich und wird nicht als unhöflich empfunden. Viele Häuser haben dafür Pizzakartons bereit. Beachten Sie, dass neapolitanische Pizza mit weichem Boden nach dem Aufwärmen deutlich an Qualität verliert. Am besten gelingt das in einer heißen Pfanne mit Deckel statt in der Mikrowelle.

Muss ich in einer Pizzeria reservieren?

Klassische Pizzerien vergeben Tische meist spontan, da die Gäste zügig wechseln. Bei angesagten Neapolitanern mit wenigen Plätzen bilden sich am Wochenende jedoch Warteschlangen, und manche nehmen bewusst keine Reservierungen an. Wer mit Kindern oder in größerer Gruppe kommt, sollte vorher anrufen oder einen frühen Termin gegen 18 Uhr wählen.

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