Vegane Restaurants in Deutschland

Rein pflanzlich und kreativ. 257 Lokale in 63 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 257 Lokale
  • 63 Städte
  • 12–21 € Hauptgericht
Buddha Bowl
Foto: PizzaMan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wie weit ist es bis zum nächsten Lokal?

Nach Ihrer Freigabe sortieren wir die Lokale von nah nach fern und zeigen die Entfernung an. Ihr Standort wird nur für diese Suche verwendet und nicht gespeichert.

Vegane Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Vegane Küche ist keine Länderküche, sondern eine Haltung, die sich durch alle Esskulturen zieht. Der Begriff wurde 1944 in England geprägt, als sich eine kleine Gruppe von den Vegetariern abgrenzte und neben Fleisch auch Milch, Eier und Honig ablehnte. Pflanzliche Gerichte selbst sind dagegen uralt. Die indische Dal-Küche, die äthiopische Fastenküche, japanische Tempelgerichte oder die Mezze der Levante kommen seit Jahrhunderten ohne tierische Zutaten aus. Moderne vegane Restaurants schöpfen aus diesem Reichtum und verbinden ihn mit neuen Techniken wie Fermentation oder pflanzlicher Käseherstellung.

Deutschland gehört zu den Ländern, in denen sich die vegane Gastronomie besonders schnell entwickelt hat. Berlin gilt als einer der Vorreiter, doch inzwischen finden sich auch in mittelgroßen Städten rein pflanzliche Cafés, Imbisse und Restaurants. Das Angebot ist breit gefächert. Manche Lokale setzen auf Comfort Food wie Burger, Döner aus Seitan oder Currywurst, andere auf asiatisch inspirierte Bowls und Currys, wieder andere auf saisonale Gemüseküche mit regionalen Zutaten bis hin zum Degustationsmenü. Das Publikum ist längst nicht nur vegan, viele Gäste kommen schlicht aus Neugier oder Genuss. Zwar haben auch klassische Gasthäuser und Kantinen ihr Angebot erweitert, doch rein pflanzliche Betriebe bieten die größte Auswahl und müssen in der Küche keine Kompromisse eingehen.

Ein gutes veganes Restaurant versteht Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide als Hauptdarsteller und nicht als Ersatz. Es arbeitet mit Röstaromen, Säure und Umami aus Miso, Pilzen, Sojasauce oder gerösteten Nüssen, damit die Gerichte Tiefe bekommen. Tofu, Tempeh und Seitan sollten gut gewürzt und mit Textur zubereitet sein, nicht blass und weich. Viele Spitzenbetriebe stellen Aufstriche, Pflanzenkäse und Fermentiertes selbst her. Auch die Desserts sind ein guter Prüfstein, denn eine luftige Mousse ohne Ei oder ein Kuchen ohne Butter verlangen echtes Können. Eine klare Kennzeichnung von Allergenen wie Nüssen, Soja und Gluten gehört ebenfalls zum guten Ton.

So bestellt man richtig

Vegane Restaurants arbeiten häufig mit kleineren Tellern oder Bowls, die sich gut am Tisch teilen lassen. Für einen ausgewogenen Abend kombiniert man eine Vorspeise mit Hülsenfrüchten wie Hummus, ein Hauptgericht mit Proteinquelle wie Tofu, Tempeh oder Seitan und eine Gemüsebeilage. Wer neu in der veganen Küche ist, beginnt mit vertrauten Gerichten wie Burger oder Curry und probiert dann Spezialitäten wie gegrillte Austernpilze. Viele Häuser bieten Mittagstisch zu günstigen Preisen. Bei Allergien sollten Sie nach Nüssen, Soja und Gluten fragen, da diese Zutaten in der pflanzlichen Küche besonders häufig vorkommen.

Preisniveau€€
Hauptgericht12 bis 21 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis257

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Gute vegane Küchen bauen Gerichte um Gemüse und Hülsenfrüchte auf, statt nur Fleischersatz aus der Packung zu servieren.
  • Fragen Sie, ob Pflanzenkäse, Aufstriche und Saucen im Haus hergestellt werden, das spricht für handwerkliche Qualität.
  • Eine saisonal wechselnde Karte zeigt, dass mit frischen, regionalen Zutaten gearbeitet wird.
  • Achten Sie bei Allergien auf die Kennzeichnung von Nüssen, Soja und Gluten, die in veganen Gerichten häufig enthalten sind.
  • Der Mittagstisch veganer Restaurants ist oft besonders preiswert und eignet sich gut zum ersten Ausprobieren.

Häufige Fragen

Werde ich in einem veganen Restaurant satt?

In aller Regel ja. Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse, Tofu und Seitan liefern reichlich Eiweiß und Ballaststoffe und sättigen nachhaltig. Wer Sorge hat, wählt ein Hauptgericht mit einer klaren Proteinquelle und kombiniert es mit einer Beilage wie Süßkartoffeln oder Brot. Bowls und Currys sind meist so portioniert, dass sie als vollständige Mahlzeit gedacht sind.

Was ist der Unterschied zwischen Tofu, Tempeh und Seitan?

Tofu wird aus geronnener Sojamilch gepresst und schmeckt neutral, er nimmt Marinaden gut auf. Tempeh entsteht aus ganzen, mit einem Edelschimmel fermentierten Sojabohnen und hat einen nussigen, festen Biss. Seitan besteht aus Weizeneiweiß und ist faserig und fleischähnlich in der Konsistenz. Für Menschen mit Zöliakie ist Seitan daher nicht geeignet.

Sind vegane Restaurants automatisch gesünder?

Nicht zwangsläufig. Viele vegane Gerichte sind reich an Gemüse und Ballaststoffen, doch auch pflanzliche Burger, frittierte Snacks und Desserts können viel Fett, Zucker und Salz enthalten. Wer Wert auf ausgewogene Ernährung legt, findet in Bowls, Salaten mit Hülsenfrüchten und Gemüsecurrys meist die bessere Wahl. Vegan beschreibt die Zutatenherkunft, nicht den Nährwert.

Ist der Wein in veganen Restaurants auch vegan?

Bei der Klärung von Wein werden traditionell oft tierische Hilfsstoffe wie Gelatine, Hausenblase oder Eiweiß eingesetzt, die im fertigen Produkt nicht deklariert werden müssen. Rein vegane Restaurants wählen deshalb gezielt Weine, die mit pflanzlichen oder mineralischen Mitteln geklärt oder gar nicht geschönt wurden. Im Zweifel hilft eine kurze Nachfrage beim Service.

Kann ich mit nicht veganen Freunden in ein veganes Restaurant gehen?

Unbedingt, viele Gäste veganer Restaurants ernähren sich selbst nicht vegan. Für skeptische Begleiter eignen sich Gerichte mit bekannten Geschmacksbildern wie Burger, Lasagne, Curry oder Pasta. Wer Lust auf Neues hat, probiert Gerichte, die gar nicht erst versuchen, Fleisch zu imitieren, etwa geröstetes Gemüse mit Tahini oder fermentierte Spezialitäten.

Weitere Küchen entdecken