Indonesische Restaurants in Deutschland
Satay, Rendang und Nasi Goreng. 21 Lokale in 12 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.
- 21 Lokale
- 12 Städte
- 13–21 € Hauptgericht
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Indonesische Restaurants nach Stadt
Was diese Küche ausmacht
Indonesien besteht aus über siebzehntausend Inseln, und fast jede Region hat ihre eigene Küche. Auf Sumatra wird kräftig und scharf mit Kokosmilch und Chili gekocht, Java bevorzugt süßlich-würzige Aromen mit Palmzucker und süßer Sojasauce, auf Bali spielen Schweinefleisch und üppige Gewürzpasten eine Rolle. Verbindend sind Reis als Grundlage, frische Pasten aus Schalotten, Knoblauch, Galgant, Kurkuma und Zitronengras sowie das unverzichtbare Sambal. Die malaysische Küche ist eng verwandt, ergänzt das Spektrum aber um chinesische und südindische Einflüsse, etwa Roti Canai, Curry Laksa oder Char Kway Teow aus den Garküchen von Penang.
In Deutschland ist die indonesische Gastronomie kleiner als in den Niederlanden, wo die Kolonialgeschichte eine eigene Restauranttradition hervorgebracht hat. Von dort stammt auch die Rijsttafel, eine Tafel mit vielen kleinen Schälchen, die in Indonesien selbst kaum verbreitet ist, hierzulande aber gern für Gruppen bestellt wird. Die meisten Lokale finden sich in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf und in Grenznähe zu den Niederlanden. Oft handelt es sich um kleine, familiengeführte Restaurants, die mittags Reisgerichte zum Mitnehmen verkaufen und abends ausführlichere Menüs anbieten. Malaysische Imbisse ergänzen das Angebot zunehmend, besonders in Universitätsstädten.
Ein gutes indonesisches Restaurant lässt sich an seinem Rendang messen. Das Rindfleisch muss stundenlang in Kokosmilch und Gewürzen gegart werden, bis die Sauce fast vollständig eingekocht ist und das Fleisch dunkel, zart und intensiv aromatisch schmeckt. Satay sollte über Holzkohle gegrillt sein und eine Erdnusssauce bekommen, die nach gerösteten Nüssen statt nach Erdnussbutter schmeckt. Hausgemachtes Sambal, gern in mehreren Varianten, ist ein weiteres gutes Zeichen. Wer zudem Gerichte wie Soto, Gulai oder Sayur Lodeh anbietet, zeigt, dass die Küche über den bekannten gebratenen Reis hinausdenkt.
So bestellt man richtig
Indonesisches Essen ist auf Teilen ausgelegt. Zu einer Schale Reis pro Person bestellt man mehrere Gerichte für die Tischmitte, etwa ein Fleischcurry, ein Gemüsegericht, Satay und etwas Gebratenes. Für Gruppen ab vier Personen lohnt sich eine Rijsttafel, die viele kleine Portionen kombiniert. Gegessen wird traditionell mit Löffel und Gabel: Die Gabel schiebt, der Löffel führt zum Mund. Sambal wird separat gereicht und vorsichtig dosiert. Krupuk sorgt für Knusprigkeit, Acar für Säure, und ein süßer Eistee gleicht die Schärfe aus.
| Preisniveau | €€ |
|---|---|
| Hauptgericht | 13 bis 21 € |
| Vegetarische Auswahl | ●●●●● |
| Stärkste Zeit | abends, besonders am Wochenende |
| Lokale im Verzeichnis | 21 |
Typische Gerichte und was sie kosten
Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.
Eine Auswahl aus dem Verzeichnis
Tipps für die Auswahl
- Fragen Sie, ob das Sambal hausgemacht ist, frisch gestampfte Chilipasten schmecken deutlich lebendiger als Varianten aus dem Glas.
- Rendang mit fast trockener, dunkler Sauce zeigt, dass die Küche sich die nötigen Stunden Garzeit tatsächlich nimmt.
- Für Gruppen ist eine vorbestellte Rijsttafel ideal, viele Restaurants bereiten sie nur ab zwei oder vier Personen zu.
- Ein Holzkohlegrill für Satay ist ein gutes Qualitätszeichen, gebratene Spieße aus der Pfanne schmecken deutlich flacher.
- Malaysische Gerichte wie Laksa oder Roti Canai auf der Karte deuten oft auf Köche mit Wurzeln in Penang oder Kuala Lumpur.
Häufige Fragen
Was ist eine Rijsttafel?
Die Rijsttafel, niederländisch für Reistafel, ist eine Zusammenstellung aus zehn bis zwanzig kleinen Gerichten, die zusammen mit Reis serviert werden. Sie entstand in der Kolonialzeit in Niederländisch-Ostindien und soll die Vielfalt des Archipels zeigen. Typisch sind Satay, Rendang, Gemüse in Kokosmilch, Eiergerichte, Sambal und Krupuk. Sie wird meist ab zwei Personen angeboten.
Wie scharf ist indonesisches Essen?
Viele Grundgerichte wie Nasi Goreng, Satay oder Opor Ayam sind eher mild, weil die Schärfe über das separat gereichte Sambal kommt. So kann jeder selbst dosieren. Einige Spezialitäten aus Sumatra, etwa Rendang oder Gulai, bringen jedoch bereits eine deutliche Grundschärfe mit. Im Zweifel hilft die Frage nach einer milderen Zubereitung.
Was ist der Unterschied zwischen indonesischer und malaysischer Küche?
Beide Küchen teilen Sprache, Zutaten und viele Gerichte wie Satay, Rendang oder Nasi Lemak. Die malaysische Küche ist jedoch stärker von chinesischen und tamilischen Einwanderern geprägt, was sich in Nudelgerichten, Roti Canai und indisch inspirierten Currys zeigt. Indonesische Gerichte schmecken dafür oft etwas süßer, bedingt durch die süße Sojasauce Kecap Manis.
Gibt es vegetarische Gerichte?
Ja, Tofu und Tempeh sind feste Bestandteile der indonesischen Küche, und Gerichte wie Gado-Gado, Sayur Lodeh oder Tahu Telur sind von Haus aus fleischlos. Allerdings enthalten Sambal und manche Gewürzpasten oft Garnelenpaste namens Terasi. Vegetarier und Veganer sollten danach fragen, gute Küchen bereiten auf Wunsch eine Variante ohne zu.
Was ist Tempeh?
Tempeh stammt aus Java und wird aus gekochten Sojabohnen hergestellt, die mit einem Edelschimmelpilz fermentiert und dadurch zu einem festen Block verbunden werden. Es schmeckt nussig, leicht pilzig und hat mehr Biss als Tofu. In Restaurants wird es meist frittiert, in süßer Sojasauce glasiert oder in Currys geschmort und ist eine beliebte Proteinquelle.




