Koreanische Restaurants in Deutschland

Bulgogi, Bibimbap und Kimchi. 240 Lokale in 52 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 240 Lokale
  • 52 Städte
  • 14–28 € Hauptgericht
Bibimbap
Foto: Sous Chef, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
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Koreanische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die koreanische Küche lebt vom Zusammenspiel aus Fermentation, Schärfe und Gemeinschaft. Kimchi, Gochujang und Doenjang – fermentierter Kohl, Chilipaste und Sojabohnenpaste – bilden das geschmackliche Rückgrat vieler Gerichte und sorgen für eine tiefe, leicht säuerliche Würze, die man in dieser Form in keiner anderen asiatischen Küche findet. Typisch ist außerdem das Prinzip der Banchan: kleine Schälchen mit eingelegtem Gemüse, Sprossen oder Rettich, die ungefragt mit dem Reis auf den Tisch kommen und oft kostenlos nachgefüllt werden. Eine Mahlzeit besteht deshalb selten aus nur einem Teller, sondern aus vielen Schalen, die alle am Tisch teilen.

In Deutschland hat die koreanische Küche in den letzten Jahren stark an Sichtbarkeit gewonnen, getragen von K-Pop, Serien und einer neugierigen Food-Szene. Neben schlichten Familienbetrieben, die teils seit Jahrzehnten in Großstädten kochen, sind moderne Lokale entstanden, die sich auf Korean Fried Chicken, Bibimbap oder Grillabende spezialisieren. Besonders beliebt ist das Korean BBQ: In die Tischmitte ist ein Grill eingelassen, auf dem die Gäste mariniertes Rindfleisch oder Schweinebauch selbst garen. Das macht den Besuch zu einem geselligen Ereignis, für das man sich ruhig zwei Stunden Zeit nehmen sollte.

Ein gutes koreanisches Restaurant erkennt man zuerst am Kimchi. Ist es hausgemacht, angenehm sauer und knackig, spricht das für eine Küche, die ihre Grundlagen ernst nimmt. Auch Zahl und Frische der Banchan verraten viel: Drei bis sechs wechselnde Beilagen sind ein gutes Zeichen. Beim Grillrestaurant lohnt ein Blick auf die Abzugshauben über den Tischen und auf das Fleisch, das idealerweise sichtbar marmoriert und sauber geschnitten ist. Wer Wert auf Authentizität legt, achtet auf Eintöpfe wie Kimchi-Jjigae oder Sundubu auf der Karte – sie fehlen selten dort, wo koreanische Gäste selbst essen.

So bestellt man richtig

Bestellt wird in Korea selten nur für sich allein. Am besten wählt man ein Gericht pro Person und stellt alles in die Mitte, sodass jeder probieren kann. Ein klassischer Abend beginnt mit Pajeon oder Mandu, danach folgen Grillfleisch oder ein brodelnder Eintopf, zu dem stets Reis und Banchan gereicht werden. Beim Korean BBQ wickelt man das gegrillte Fleisch in ein Salatblatt, gibt Ssamjang und eine Scheibe Knoblauch dazu und isst das Päckchen in einem Bissen. Zum Abschluss bestellen viele Gäste noch kalte Nudeln oder lassen Reis direkt auf der heißen Grillplatte anbraten.

Preisniveau€€
Hauptgericht14 bis 28 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis240

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Hausgemachtes Kimchi ist das verlässlichste Qualitätsmerkmal – fragen Sie ruhig nach, ob es in der eigenen Küche fermentiert wird.
  • Bei Korean BBQ auf leistungsstarke Abzüge über den Tischen achten, sonst riecht die Kleidung noch tagelang nach Grillrauch.
  • Nachfüllbare Banchan gehören in Korea zum Standard; fehlen sie ganz, ist die Küche oft stark an westliche Gewohnheiten angepasst.
  • Grillmenüs werden häufig erst ab zwei Personen angeboten, deshalb lohnt sich der Besuch zu zweit oder in einer kleinen Gruppe.
  • Eintöpfe, Suppen und Reisgerichte neben dem Grillangebot zeigen, dass die Küche weit über die aktuellen Trendgerichte hinausgeht.

Häufige Fragen

Ist koreanisches Essen immer scharf?

Nein. Viele Gerichte wie Bulgogi, Japchae oder Galbi sind eher süßlich-würzig und kaum scharf. Schärfe entsteht vor allem durch Gochujang und Chiliflocken, etwa in Tteokbokki, Kimchi-Jjigae oder Dakgalbi. Auf den meisten Karten sind scharfe Gerichte markiert, und die Küche kann die Schärfe häufig reduzieren. Wer empfindlich ist, mischt die Chilipaste beim Bibimbap einfach selbst unter und dosiert nach Geschmack.

Was kostet ein Abend beim Korean BBQ?

Für Grillfleisch zahlt man in Deutschland meist zwischen 22 und 34 Euro pro Portion, Rinderteile wie Galbi oder marmorierte Rinderbrust liegen am oberen Ende. Viele Restaurants verlangen eine Mindestbestellung von zwei Portionen pro Grill. Banchan, Salatblätter und Dips sind in der Regel inklusive. Mit Getränken und einer Vorspeise sollte man pro Person mit etwa 40 bis 55 Euro rechnen.

Gibt es vegetarische Gerichte in koreanischen Restaurants?

Ja, allerdings mit Einschränkungen. Bibimbap mit Tofu, Japchae mit Gemüse, Gemüsepuffer und vegetarische Mandu sind fast überall erhältlich. Vorsicht ist beim Kimchi geboten: Traditionell wird es mit Fischsauce oder fermentierten Garnelen angesetzt. Auch viele Brühen basieren auf Sardellen. Fragen Sie gezielt nach, denn zahlreiche Küchen bieten inzwischen veganes Kimchi und Tofu-Varianten an.

Muss ich für Korean BBQ reservieren?

Am Wochenende und an Freitagabenden auf jeden Fall. Grilltische sind begrenzt und die Gäste bleiben oft lange sitzen, sodass spontane Besuche schnell zu Wartezeiten führen. Unter der Woche und mittags klappt es meist auch ohne Reservierung. Für größere Gruppen lohnt es sich, vorab nach Tischen mit zwei Grills zu fragen, damit niemand zu weit vom Fleisch entfernt sitzt.

Was ist der Unterschied zwischen Bulgogi und Galbi?

Bulgogi besteht aus hauchdünn geschnittenem Rindfleisch, das in einer Marinade aus Sojasauce, Birne, Knoblauch und Sesamöl zieht und schnell gebraten wird. Galbi bezeichnet dagegen marinierte Rippe, meist vom Rind, seltener vom Schwein. Das Fleisch ist dicker, hat mehr Biss und wird mit oder entlang des Knochens geschnitten gegrillt. Galbi ist deshalb in der Regel teurer.

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