Persische Restaurants in Deutschland
Safranreis, Kebab und Schmorgerichte. 126 Lokale in 53 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.
- 126 Lokale
- 53 Städte
- 16–27 € Hauptgericht
Nach Ihrer Freigabe sortieren wir die Lokale von nah nach fern und zeigen die Entfernung an. Ihr Standort wird nur für diese Suche verwendet und nicht gespeichert.
Persische Restaurants nach Stadt
- Berlin 18
- Hamburg 11
- Frankfurt am Main 9
- München 7
- Köln 7
- Düsseldorf 5
- Stuttgart 3
- Bremen 3
- Essen 3
- Hannover 3
- Mannheim 3
- Göttingen 3
- Leipzig 2
- Dortmund 2
- Nürnberg 2
- Bonn 2
- Wiesbaden 2
- Freiburg im Breisgau 2
- Lübeck 2
- Darmstadt 2
- Offenbach am Main 2
- Heilbronn 2
- Dresden 1
- Wuppertal 1
- Bielefeld 1
- Aachen 1
- Braunschweig 1
- Kiel 1
- Chemnitz 1
- Magdeburg 1
- Rostock 1
- Kassel 1
- Potsdam 1
- Saarbrücken 1
- Ludwigshafen am Rhein 1
- Oldenburg 1
- Heidelberg 1
- Paderborn 1
- Würzburg 1
- Erlangen 1
- Trier 1
- Kaiserslautern 1
- Hildesheim 1
- Worms 1
- Troisdorf 1
- Detmold 1
- Marburg 1
- Aschaffenburg 1
- Rosenheim 1
- Fulda 1
- Neubrandenburg 1
- Bad Homburg vor der Höhe 1
- Bad Kreuznach 1
Was diese Küche ausmacht
Die persische Küche ist eine Küche der Balance. Sie verbindet Süßes mit Saurem, Warmes mit Kühlendem und setzt auf Aromen, die eher fein als scharf sind. Im Zentrum steht der Reis, der in Iran zu einer eigenen Kunst erhoben wurde. Lange Basmatikörner werden vorgekocht und anschließend gedämpft, bis sie locker und duftend sind, während sich am Topfboden eine goldene Kruste bildet, das begehrte Tahdig. Dazu kommen Khoresh genannte Schmorgerichte mit Kräutern, Granatapfel, Walnüssen oder getrockneten Limetten sowie Safran, Rosenwasser und Berberitzen. Begleitet werden die Gerichte meist von frischen Kräutern, Joghurt und eingelegtem Gemüse, die für Frische und Ausgleich sorgen.
Nach Deutschland kamen persische Restaurants vor allem mit der iranischen Einwanderung seit den späten Siebzigerjahren. Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München haben heute lebendige iranische Gemeinden und entsprechend viele Lokale, vom einfachen Kebabhaus bis zum eleganten Restaurant mit Teppichen und Kristalllüstern. Bekannt ist vor allem Chelo Kebab, gedämpfter Reis mit gegrillten Spießen, einem Stück Butter und gegrillter Tomate. Wer sich auf die Schmorgerichte einlässt, entdeckt allerdings die eigentliche Tiefe dieser Küche. Zu Nouruz, dem persischen Neujahr im März, sind viele Restaurants besonders festlich.
Ein gutes persisches Restaurant erkennt man am Reis. Er muss körnig und duftig sein, mit einer Haube aus echtem Safranreis und idealerweise einem Stück Tahdig auf dem Teller. Kebab Koobideh wird traditionell von Hand auf breite, flache Spieße gedrückt und über Holzkohle gegrillt, nicht in Formen gepresst. Bei Ghormeh Sabzi und Fesenjan zählt die Geduld, denn diese Schmorgerichte brauchen mehrere Stunden, bis Kräuter oder Walnüsse ihr volles Aroma entfalten. Eine frische Kräuterplatte mit Feta, Radieschen und Brot zu Beginn zeigt, dass das Haus Gastfreundschaft ernst nimmt. Ebenso gehört ein frisch aufgebrühter Tee nach dem Essen, mit Kandis oder Datteln serviert, in guten Häusern einfach dazu.
So bestellt man richtig
In persischen Restaurants beginnt man mit kleinen Vorspeisen wie Mast-o-Khiar, Kashk-e Bademjan und einer Kräuterplatte, die mit warmem Brot geteilt werden. Als Hauptgericht wählt man entweder einen Kebab mit Safranreis oder ein Schmorgericht, das separat in einer Schale zum Reis serviert wird. Ideal ist es, am Tisch beides zu bestellen und zu teilen. Den Reis mischt man mit Butter und gibt bei Kebab Sumach darüber. Fragen Sie nach Tahdig, manchmal muss die Kruste extra bestellt werden. Zum Abschluss passen Safraneis und ein Glas schwarzer Tee mit Kandis.
| Preisniveau | €€ |
|---|---|
| Hauptgericht | 16 bis 27 € |
| Vegetarische Auswahl | ●●●●● |
| Stärkste Zeit | abends, besonders am Wochenende |
| Lokale im Verzeichnis | 126 |
Typische Gerichte und was sie kosten
Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.
Eine Auswahl aus dem Verzeichnis
Tipps für die Auswahl
- Achten Sie auf echten Safran im Reis, er färbt intensiv gelb-orange und duftet blumig, nicht künstlich.
- Fragen Sie nach Tahdig, die knusprige Reiskruste vom Topfboden ist ein Zeichen für sorgfältige Zubereitung.
- Gute Häuser grillen Koobideh über Holzkohle und formen das Hackfleisch von Hand auf breite Spieße.
- Probieren Sie mindestens ein Khoresh wie Ghormeh Sabzi, die Schmorgerichte zeigen das Können der Küche am besten.
- Eine Platte mit frischen Kräutern, Feta und Brot zu Beginn gehört in guten Restaurants selbstverständlich dazu.
Häufige Fragen
Was ist Tahdig?
Tahdig bedeutet wörtlich „Boden des Topfes“. Es ist die goldbraune, knusprige Reiskruste, die entsteht, wenn Reis im Topf mit Fett und manchmal Joghurt, Kartoffelscheiben oder Fladenbrot am Boden langsam gedämpft wird. In iranischen Familien gilt sie als bestes Stück und wird gern um die Wette gegessen. In Restaurants gibt es sie oft als eigene Beilage.
Was ist der Unterschied zwischen Koobideh, Joojeh und Barg?
Koobideh ist ein Spieß aus gewürztem Hackfleisch vom Lamm oder Rind mit Zwiebeln. Joojeh Kebab besteht aus Hähnchenstücken, die in Safran, Zitrone und Joghurt mariniert werden. Kebab Barg ist ein flach geklopftes Filet vom Lamm oder Rind, das besonders zart ist. Die Kombination aus Barg und Koobideh heißt Kebab Soltani.
Ist die persische Küche scharf?
Nein, persische Gerichte sind in der Regel kaum scharf. Die Würze entsteht durch Kräuter, Safran, Kurkuma, Zimt, getrocknete Limetten und säuerliche Zutaten wie Granatapfel oder Berberitzen. Wer Schärfe mag, kann frische Chilischoten oder eingelegtes Gemüse dazu bestellen. Gerade deshalb eignet sich die Küche gut für Kinder und Gäste mit empfindlichem Magen.
Was ist Ghormeh Sabzi?
Ghormeh Sabzi gilt vielen als iranisches Nationalgericht. Es ist ein Schmorgericht aus großen Mengen gebratener Kräuter wie Petersilie, Koriander, Lauch und Bockshornklee, mit Lamm- oder Rindfleisch, Kidneybohnen und getrockneten Limetten. Es schmeckt tief, kräuterig und angenehm säuerlich und wird mit Safranreis serviert. Am Folgetag schmeckt es oft noch besser.
Gibt es in persischen Restaurants vegetarische Gerichte?
Ja, vor allem bei den Vorspeisen. Kashk-e Bademjan, Mirza Ghasemi, Mast-o-Khiar, Kuku Sabzi und Salad Shirazi sind fleischlos. Viele Restaurants bieten zudem Khoresh Bademjan oder Gheimeh ohne Fleisch an. Ash Reshteh ist meist vegetarisch. Zusammen mit Safranreis und Brot entsteht so eine vollwertige Mahlzeit, auch wenn die Auswahl bei Hauptgerichten kleiner ist.




