Steakhäuser in Deutschland

Edle Cuts vom Grill. 390 Lokale in 137 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 390 Lokale
  • 137 Städte
  • 26–52 € Hauptgericht
Steak
Foto: Jon Sullivan, Public domain, via Wikimedia Commons
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Steakhäuser nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Das Steakhaus vereint mehrere Grilltraditionen unter einem Dach. Aus Nordamerika stammt das klassische Steakhouse mit dunklem Holz, schweren Messern und großen Cuts wie Ribeye oder Porterhouse. Argentinien steuert die Parrilla bei, den Holzkohlegrill, auf dem Rindfleisch von Weidetieren nur mit Salz gegart und mit Chimichurri serviert wird. Aus Brasilien kommt die Churrascaria, in der Kellner mit langen Spießen von Tisch zu Tisch gehen und Fleisch direkt auf den Teller schneiden. Allen gemeinsam ist der Respekt vor dem Produkt, das im Mittelpunkt steht.

In Deutschland wurde das Steakessen ab den Sechziger- und Siebzigerjahren populär, als argentinisch inspirierte Restaurants Rumpsteak und Hüftsteak in die Innenstädte brachten. Heute ist die Szene deutlich vielfältiger. Neben traditionellen Häusern gibt es moderne Steakrestaurants mit Reifeschränken, in denen Fleisch wochenlang trocken abhängt, und Grills, die mit Oberhitze von mehreren hundert Grad arbeiten. Auf den Karten finden sich argentinisches und irisches Weiderind, US-Beef aus Getreidefütterung, Wagyu und zunehmend Fleisch von regionalen Höfen. Ein Steakhausbesuch ist oft ein Anlass für besondere Abende. Mittags bieten manche Häuser kleinere Steaks oder Lunchmenüs an, die einen günstigeren Einstieg ermöglichen.

Ein gutes Steakhaus legt offen, was auf den Teller kommt. Herkunft, Rasse, Fütterung und Reifezeit sollten auf der Karte stehen oder vom Personal ohne Zögern erklärt werden können. Das Gewicht wird ehrlich als Rohgewicht angegeben, die bestellte Garstufe zuverlässig getroffen. Nach dem Grillen braucht ein Steak einige Minuten Ruhe, bevor es angeschnitten wird, damit der Saft im Fleisch bleibt. Achten Sie auch auf die Beilagen, denn ein hausgemachtes Gratin, frisch gerührte Kräuterbutter oder eine selbst angesetzte Pfeffersauce zeigen, dass die Küche über das Fleisch hinaus sorgfältig arbeitet. Selbst ein scharfes Steakmesser und vorgewärmte Teller gehören zu den kleinen Zeichen, an denen man ein ernsthaftes Haus erkennt.

So bestellt man richtig

Zuerst wählt man den Cut, also das Teilstück, dann das Gewicht und schließlich die Garstufe. Für das erste Mal empfiehlt sich medium rare, bei dem das Fleisch innen rosa und warm ist. Fette Cuts wie Ribeye vertragen eine Stufe mehr, magere wie Filet eher weniger. Beilagen und Saucen werden in vielen Häusern separat bestellt und am Tisch geteilt. Große Stücke wie Tomahawk oder Porterhouse sind für zwei Personen gedacht und werden aufgeschnitten serviert. Ein kräftiger Rotwein wie Malbec passt zu den meisten Steaks, eine leichte Vorspeise lässt Platz für das Hauptgericht.

Preisniveau€€€
Hauptgericht26 bis 52 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis390

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Seriöse Steakhäuser geben Herkunft, Rasse und Reifezeit des Fleisches an und beantworten Fragen dazu gern.
  • Achten Sie darauf, ob das Gewicht als Roh- oder Gargewicht angegeben ist, das erleichtert den Preisvergleich.
  • Ein sichtbarer Reifeschrank für Dry Aged Beef zeigt, dass das Haus Fleisch selbst lagert und veredelt.
  • Testen Sie die Garstufe, ein gutes Haus trifft medium rare zuverlässig und lässt das Steak vor dem Servieren ruhen.
  • Vergleichen Sie die Gesamtkosten, da Beilagen und Saucen oft extra berechnet werden und den Endpreis deutlich erhöhen.

Häufige Fragen

Welche Garstufen gibt es beim Steak?

Üblich sind rare mit einem kühlen, roten Kern um 50 Grad, medium rare mit warmem, rosa Kern um 54 Grad, medium um 58 Grad mit rosa Mitte und well done, bei dem das Fleisch durchgegart ist. Fettreiche Cuts entfalten ihr Aroma eher bei medium rare bis medium. Sehr magere Stücke wie Filet werden bei hohen Garstufen schnell trocken.

Was bedeutet Dry Aged?

Dry Aged bezeichnet die Trockenreifung am Knochen bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit über meist drei bis sechs Wochen. Das Fleisch verliert dabei Wasser, wird zarter und entwickelt nussige, leicht buttrige Aromen. Durch Gewichtsverlust und Zuschnitt ist es teurer als nass gereiftes Fleisch, das im Vakuumbeutel lagert und milder schmeckt.

Was ist der Unterschied zwischen Ribeye, Rumpsteak und Filet?

Das Ribeye stammt aus der Hochrippe und ist durch sein Fettauge besonders saftig und aromatisch. Das Rumpsteak, auch Sirloin oder Striploin genannt, kommt aus dem flachen Roastbeef, hat einen Fettrand und kräftigen Biss. Das Filet ist das zarteste und magerste Stück, schmeckt aber milder. Welches man wählt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Wie funktioniert ein Rodízio in einer brasilianischen Churrascaria?

Beim Rodízio zahlt man einen Festpreis und bekommt so lange Fleisch, bis man aufhört. Kellner bringen verschiedene Stücke am Spieß, etwa Picanha, Hähnchenherzen oder Lamm, und schneiden sie am Tisch auf. Oft liegt eine Karte mit grüner und roter Seite bereit, mit der man signalisiert, ob man weiter bedient werden möchte oder eine Pause braucht.

Gibt es im Steakhaus auch Gerichte ohne Fleisch?

Die meisten Steakhäuser bieten zumindest Fisch wie Lachs oder Garnelen sowie eine vegetarische Option an, etwa eine Gemüseplatte vom Grill, Ofenkartoffel mit Sour Cream oder einen großen Salat. Die Auswahl bleibt allerdings überschaubar. Für gemischte Gruppen lohnt es sich, vorher einen Blick auf die Karte zu werfen oder telefonisch nachzufragen.

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