Georgische Restaurants in Deutschland

Chatschapuri, Chinkali und Walnusssaucen. 66 Lokale in 32 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 66 Lokale
  • 32 Städte
  • 13–24 € Hauptgericht
Chatschapuri
Foto: Vyacheslav Argenberg, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
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Georgische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Georgien liegt zwischen Schwarzem Meer und Großem Kaukasus, und seine Küche gilt als eine der eigenständigsten der ganzen Region. Walnüsse, frische Kräuter wie Koriander, Estragon und Dill, Granatapfelkerne und die Gewürzmischung Chmeli Suneli prägen viele Gerichte. Berühmt sind Chatschapuri, mit salzigem Käse gefüllte Brote, und Chinkali, große Teigtaschen mit würziger Fleischbrühe im Inneren. Dazu kommen Gemüsepasten namens Pchali, Bohneneintopf im Tontopf und Fleisch, das über Rebenholz gegrillt wird. Auch der Wein hat eine lange Geschichte: Der Ausbau in vergrabenen Tonamphoren, den Kwewri, ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

In Deutschland hat sich die georgische Küche in den vergangenen Jahren vom Geheimtipp zu einer festen Größe entwickelt, besonders in Berlin, Hamburg, München und Köln. Viele Gäste kommen zunächst wegen des Chatschapuri Adscharuli, dem bootsförmigen Brot mit Eigelb und Butter, und bleiben wegen der überraschend großen Auswahl an vegetarischen Vorspeisen. Die meisten Restaurants sind familiengeführt; die Einrichtung reicht von schlicht bis liebevoll gestaltet mit Teppichen, Keramik und gut gefüllten Weinregalen. Zum Abend gehört fast immer ein Glas Wein, denn Bernsteinweine aus der Amphore gibt es hier oft auch glasweise.

Ein gutes georgisches Restaurant macht den Teig für Chinkali und Chatschapuri selbst und verwendet einen Käse, der dem georgischen Imeruli oder Sulguni nahekommt – mild, salzig und beim Backen angenehm zäh schmelzend. Pchali sollten frisch nach Kräutern und Walnuss schmecken und nicht bloß nach Knoblauch. Beim Schaschlik, georgisch Mzwadi, genügt eine schlichte Marinade aus Zwiebeln, Salz und Pfeffer, damit das Fleisch für sich sprechen kann. Ebenfalls ein Qualitätsmerkmal ist eine durchdachte Weinkarte mit Erzeugern aus Kachetien und Imeretien, dazu Personal, das Rebsorten wie Saperawi oder Rkaziteli erklären kann.

So bestellt man richtig

Georgisch isst man nach dem Prinzip der Supra, der traditionellen Festtafel: Viele Teller kommen gleichzeitig auf den Tisch und werden geteilt. Starten Sie mit einer Auswahl Pchali, Badridschani und eingelegtem Gemüse, dazu ein Chatschapuri für die ganze Runde. Chinkali bestellt man stückweise, meist vier bis sechs pro Person. Gegessen werden sie mit der Hand – am Zipfel anfassen, ein kleines Loch beißen, die Brühe aussaugen, dann den Rest essen. Danach folgen Mzwadi oder Tschkmeruli. Wein wird gern im Krug bestellt, und Trinksprüche sind ausdrücklich erwünscht.

Preisniveau€€
Hauptgericht13 bis 24 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis66

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Bestellen Sie Chinkali zur Probe – dünner Teig, viele sorgfältige Falten und reichlich Brühe im Inneren sprechen für echte Handarbeit.
  • Eine Weinkarte mit Amphorenweinen und georgischen Rebsorten wie Saperawi oder Rkaziteli zeigt, dass das Haus seine Herkunft ernst nimmt.
  • Achten Sie darauf, ob Chatschapuri frisch nach Bestellung gebacken wird; aufgewärmtes Käsebrot verliert schnell seine typische Elastizität.
  • Eine große Auswahl an Pchali und Walnussgerichten deutet auf eine Küche hin, die über die bekannten Klassiker hinaus kocht.
  • Etwas Wartezeit bei Chinkali und Chatschapuri ist ein gutes Zeichen, denn beides wird in sorgfältigen Küchen erst nach der Bestellung zubereitet.

Häufige Fragen

Wie isst man Chinkali richtig?

Chinkali werden mit der Hand gegessen. Man hält die Teigtasche am festen Zipfel, dreht sie um, beißt vorsichtig ein kleines Loch hinein und saugt zuerst die heiße Brühe aus. Danach isst man Füllung und Teig. Der Zipfel bleibt traditionell auf dem Teller liegen und zeigt am Ende, wie viele man geschafft hat. Wer mag, würzt mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer nach.

Welches Chatschapuri sollte ich bestellen?

Für den Einstieg eignet sich Chatschapuri Imeruli, ein rundes, mit Käse gefülltes Fladenbrot, das sich gut teilen lässt. Adscharuli ist bootsförmig, oben offen und kommt mit Eigelb und Butter, die man mit dem heißen Käse verrührt – sehr gehaltvoll und eher ein Hauptgericht. Megruli ist zusätzlich mit Käse überbacken, Penowani wird aus Blätterteig gemacht und ist leichter im Biss.

Ist die georgische Küche gut für Vegetarier?

Ja, sogar ausgesprochen gut. Die Fastentradition der georgisch-orthodoxen Kirche hat viele fleischlose Gerichte hervorgebracht. Pchali aus Spinat, Roter Bete oder Bohnen, Badridschani mit Walnusspaste, Lobio im Tontopf und Adschapsandali sind häufig sogar vegan. Dazu kommen die Käsebrote und Chinkali mit Pilzfüllung. Viele Gäste stellen sich problemlos ein komplett vegetarisches Menü zusammen.

Was ist georgischer Amphorenwein?

In Georgien wird Wein seit Jahrtausenden in Kwewri ausgebaut, großen Tongefäßen, die in die Erde eingegraben werden. Weißweine gären dabei oft wochen- oder monatelang auf den Schalen und bekommen eine bernsteinfarbene Tönung, spürbare Gerbstoffe und Noten von Trockenfrüchten, Tee und Nüssen. Hierzulande wird dieser Stil häufig als Orange Wine bezeichnet. Er passt hervorragend zu den kräuter- und walnusslastigen Speisen.

Wie scharf ist georgisches Essen?

Die meisten Gerichte sind würzig, aber nicht scharf. Prägend sind frische Kräuter, Knoblauch, Walnüsse und Gewürze wie Schabzigerklee und Koriandersaat. Für Schärfe sorgt vor allem Adschika, eine Paste aus Chili, Knoblauch und Kräutern. Die Pflaumensauce Tkemali ist dagegen eher säuerlich als scharf. Beide stehen meist separat auf dem Tisch, sodass jeder Gast selbst bestimmt, wie viel er nimmt.

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