Libanesische Restaurants in Deutschland
Mezze, Grill und Fladenbrot. 80 Lokale in 33 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.
- 80 Lokale
- 33 Städte
- 15–25 € Hauptgericht
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Libanesische Restaurants nach Stadt
- Berlin 19
- Hamburg 9
- München 6
- Köln 4
- Düsseldorf 4
- Dresden 3
- Gießen 3
- Dortmund 2
- Bonn 2
- Münster 2
- Aachen 2
- Chemnitz 2
- Konstanz 2
- Frankfurt am Main 1
- Leipzig 1
- Stuttgart 1
- Nürnberg 1
- Hannover 1
- Duisburg 1
- Karlsruhe 1
- Wiesbaden 1
- Freiburg im Breisgau 1
- Mainz 1
- Erfurt 1
- Saarbrücken 1
- Heidelberg 1
- Pforzheim 1
- Erlangen 1
- Recklinghausen 1
- Wilhelmshaven 1
- Grevenbroich 1
- Peine 1
- Heidenheim an der Brenz 1
Was diese Küche ausmacht
Die libanesische Küche gilt vielen als die feinste der Levante. Sie lebt von Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, frischen Kräutern und Sumach und bringt eine Fülle kleiner Gerichte hervor, die unter dem Namen Mezze zusammengefasst werden. Ein Abend in Beirut beginnt traditionell mit einem Tisch voller Schälchen, auf dem Hummus, Tabouleh, Auberginencreme und gefüllte Weinblätter neben Oliven und eingelegtem Gemüse stehen. Erst danach folgen Gegrilltes und Schmorgerichte. Das Fladenbrot ist dabei mehr als eine Beilage, es ersetzt häufig Gabel und Löffel. Durch die Geschichte des Landes flossen arabische, osmanische und französische Einflüsse ein, die man bis heute schmeckt.
In Deutschland ist die libanesische Gastronomie eng mit der Migration der Siebziger- und Achtzigerjahre verbunden, als viele Menschen während des Bürgerkriegs ihre Heimat verließen. Besonders in Berlin, im Ruhrgebiet und in Bremen entstanden Imbisse, Bäckereien und Restaurants. Bekannt wurde die Küche zunächst durch Falafel und Shawarma im Fladenbrot, die bis heute als schnelles Mittagessen beliebt sind. Daneben gibt es Restaurants mit gedeckten Tischen, in denen man in größerer Runde Mezze teilt und sich Zeit lässt. Viele Häuser sind Familienbetriebe, in denen Rezepte über Generationen weitergegeben werden. Wer zum ersten Mal kommt, ist oft überrascht, wie großzügig aufgetischt wird.
Ein gutes libanesisches Restaurant zeigt seine Qualität schon bei den kalten Mezze. Hummus sollte frisch, cremig und gut mit Tahini abgeschmeckt sein, Tabouleh besteht überwiegend aus fein geschnittener Petersilie und nur wenig Bulgur. Das Fladenbrot kommt warm an den Tisch. Beim Grillfleisch zählen Holzkohle, eine saftige Marinade und die scharfe Knoblauchcreme Toum, die selbst gemacht sein sollte. Achten Sie auch auf die Vielfalt der Mezze-Karte, denn ein Haus mit zwanzig oder mehr kleinen Gerichten beherrscht meist das Handwerk, auf dem diese Küche beruht. Auch ein guter Arak und Weine aus dem Bekaa-Tal auf der Getränkekarte sprechen für Nähe zum Original.
So bestellt man richtig
Libanesisch isst man am besten in Gesellschaft. Für zwei bis vier Personen bestellt man vier bis sechs kalte und warme Mezze, etwa Hummus, Mutabbal, Tabouleh, Falafel und Kibbeh, und teilt alles mit Fladenbrot, das gleichzeitig als Besteck dient. Danach folgt eine gemischte Grillplatte für den Tisch statt einzelner Hauptgerichte. Viele Restaurants bieten Mezze-Menüs zum Festpreis, die einen guten Überblick geben. Zum Abschluss gibt es Baklava oder Mouhalabieh und einen Mokka mit Kardamom. Wer Alkohol trinkt, probiert Arak, mit Wasser verdünnt und auf Eis.
| Preisniveau | €€ |
|---|---|
| Hauptgericht | 15 bis 25 € |
| Vegetarische Auswahl | ●●●●● |
| Stärkste Zeit | abends, besonders am Wochenende |
| Lokale im Verzeichnis | 80 |
Typische Gerichte und was sie kosten
Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.
Eine Auswahl aus dem Verzeichnis
Tipps für die Auswahl
- Probieren Sie die Tabouleh, eine gute Version besteht fast ganz aus Petersilie mit wenig Bulgur und viel Zitrone.
- Hausgemachte Toum, die weiße Knoblauchcreme, ist ein deutliches Zeichen für eine sorgfältig arbeitende Küche.
- Eine umfangreiche Mezze-Karte mit kalten und warmen Gerichten zeigt, dass das Haus die Grundlagen beherrscht.
- Grillfleisch sollte über Holzkohle gegart werden, fragen Sie ruhig nach, wie gegrillt wird.
- Mittags sind Shawarma-Teller oder Falafelplatten oft deutlich günstiger und eignen sich gut zum Kennenlernen.
Häufige Fragen
Was sind Mezze?
Mezze sind kleine Gerichte, die gemeinsam auf den Tisch kommen und geteilt werden. Es gibt kalte Mezze wie Hummus, Mutabbal, Tabouleh oder gefüllte Weinblätter und warme wie Falafel, Kibbeh oder Sambousek. In der libanesischen Esskultur sind sie kein Vorgeplänkel, sondern das Herzstück der Mahlzeit. Man nimmt sich mit Fladenbrot und genießt in Ruhe.
Ist die libanesische Küche gut für Vegetarier geeignet?
Sehr gut. Ein großer Teil der Mezze ist von Natur aus vegetarisch und oft sogar vegan, etwa Hummus, Falafel, Tabouleh, Fattoush, Mujaddara, Baba Ghanoush und Weinblätter mit Reisfüllung. In der christlichen Fastenzeit verzichten viele Libanesen traditionell auf tierische Produkte, weshalb die Küche zahlreiche ausgereifte Rezepte ohne Fleisch kennt.
Was ist der Unterschied zwischen Mutabbal und Baba Ghanoush?
Beide basieren auf über offener Flamme gerösteten Auberginen mit rauchigem Aroma. Mutabbal wird mit Tahini, Knoblauch und Zitrone zu einer cremigen Paste verrührt. Baba Ghanoush ist im Libanon eher ein stückiger Auberginensalat mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Granatapfelsirup. In Deutschland werden die Namen jedoch oft vertauscht, ein Blick auf die Beschreibung hilft.
Was ist Arak und wie trinkt man ihn?
Arak ist ein klarer Anisbranntwein, der im Libanon aus Trauben destilliert wird. Man gießt ihn in ein Glas, gibt etwa die doppelte Menge Wasser dazu und erst dann Eis, wodurch er milchig weiß wird. Arak begleitet traditionell die Mezze und wird langsam über den Abend getrunken, nicht als Kurzer zum Abschluss.
Was ist Kibbeh?
Kibbeh ist ein Teig aus feinem Bulgur und Hackfleisch, meist vom Lamm, der mit Gewürzen verknetet wird. Am bekanntesten sind frittierte Bällchen in Zitronenform mit einer Füllung aus Hackfleisch, Zwiebeln und Pinienkernen. Daneben gibt es Kibbeh vom Blech und Kibbeh Nayyeh, eine rohe Variante, die frisch zubereitet wie ein Tatar gegessen wird.




