Bayerische Restaurants in Deutschland

Schweinsbraten, Brezn und Bier. 202 Lokale in 49 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 202 Lokale
  • 49 Städte
  • 15–27 € Hauptgericht
Weißwurst
Foto: Rainer Z ..., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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Bayerische Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Die bayerische Küche ist kräftig, gesellig und stark von Landwirtschaft und Brautradition geprägt. Schwein, Kalb und Rind, Kartoffeln, Kraut und Knödel bilden ihre Basis, dazu kommen Radi, süßer Senf und eine Brotzeitkultur, die vom Obazda bis zum Leberkäs reicht. Viele Gerichte entstanden in bäuerlichen Haushalten, die alles vom Tier verwerteten – daher Klassiker wie Schweinshaxe, saures Lüngerl oder Blutwurst. Franken, Schwaben, Ober- und Niederbayern pflegen dabei durchaus eigene Vorlieben: Schäufele und kleine Bratwürste in Franken, Kässpatzen im Allgäu, Weißwurst und Schweinsbraten in Oberbayern.

Erlebt wird die bayerische Küche im Wirtshaus, im Bräustüberl und natürlich im Biergarten. Dort gilt bis heute vielerorts die Tradition, dass Gäste ihre eigene Brotzeit mitbringen dürfen und nur die Getränke kaufen. Wirtshäuser sind Treffpunkt für Stammtisch, Vereinsfeier und Sonntagsessen, oft mit Holzvertäfelung, Kachelofen und langen Tischen, an denen man zusammenrückt. In vielen Häusern gibt es zudem einen Mittagstisch mit wechselndem Tagesgericht, der bei Handwerkern und Büroleuten gleichermaßen beliebt ist. Außerhalb Bayerns sind bayerische Gaststätten vor allem zur Oktoberfestzeit gefragt, wenn auch im Norden Haxe und Maß auf die Karte kommen.

Ein gutes bayerisches Wirtshaus erkennt man am Schweinsbraten. Die Kruste sollte knusprig aufgesprungen sein, das Fleisch saftig, die dunkle Biersoße kräftig und ohne Bindung aus der Tüte. Knödel werden von Hand gedreht, Kartoffelknödel sind locker und nicht gummiartig. Weißwürste kommen frisch vom Metzger und werden traditionell nur bis zum Mittagsläuten gegessen. Eine Brezn sollte an den Ärmchen knusprig und im Bauch weich sein. Achten Sie außerdem auf das Bier: Ein Haus, das Bier aus einer regionalen Brauerei frisch vom Holzfass oder aus dem Tank zapft, nimmt die Tradition meist auch in der Küche ernst.

So bestellt man richtig

Im Wirtshaus bestellt man klassisch zuerst ein Bier, dann das Essen. Vormittags gehört das Weißwurstfrühstück mit süßem Senf, Brezn und Weißbier auf den Tisch – die Wurst wird gezuzelt oder mit Messer und Gabel aus der Haut gelöst. Mittags und abends folgen Braten, Haxe oder Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat. Wer zu mehreren kommt, teilt gern ein Brotzeitbrettl mit Obazda, Radi, Wurst und Käse als Auftakt. Eine ganze Schweinshaxe ist eine üppige Portion, oft genügt eine halbe. Zum Abschluss passen Kaiserschmarrn oder Apfelkücherl und ein Obstler.

Preisniveau€€
Hauptgericht15 bis 27 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis202

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Die Kruste des Schweinsbratens ist der Lackmustest – knusprig aufgesprungen und frisch aufgeschnitten statt weich und lange warmgehalten.
  • Brauereigaststätten mit eigenem Bier oder fester Bindung an eine regionale Brauerei bieten oft das stimmigste Gesamterlebnis.
  • Weißwürste nur vormittags bestellen; gute Häuser bieten sie bewusst nur bis zum Mittag an, weil sie frisch gebrüht werden.
  • Im Biergarten auf Selbstbedienungs- und Bedienungsbereich achten – an Tischen mit Tischdecke wird in der Regel am Platz serviert.
  • Handgedrehte Knödel und hausgemachter Obazda verraten mehr über die Küche als die bloße Zahl der Fleischgerichte auf der Karte.

Häufige Fragen

Darf man im Biergarten eigenes Essen mitbringen?

In traditionellen bayerischen Biergärten ja. Die Bayerische Biergartenverordnung geht ausdrücklich davon aus, dass Gäste ihre eigene Brotzeit mitbringen dürfen, solange sie die Getränke vor Ort kaufen. Das gilt allerdings meist nur für die Selbstbedienungsbereiche ohne Tischdecken. In bedienten Bereichen und außerhalb Bayerns gelten die Regeln des jeweiligen Betreibers, daher lohnt eine kurze Nachfrage.

Wie isst man eine Weißwurst richtig?

Die Weißwurst wird in heißem, nicht kochendem Wasser serviert und ohne Haut gegessen. Traditionell zuzelt man das Brät aus der Haut, eleganter ist das Längsaufschneiden und Herauslösen mit der Gabel. Dazu gehören süßer Senf, eine frische Brezn und ein Weißbier. Die alte Regel, sie nur vor dem Mittagsläuten zu essen, stammt aus der Zeit ohne Kühlung.

Was kostet ein Essen im bayerischen Wirtshaus?

Ein Schweinsbraten mit Knödel kostet 2026 meist zwischen 16 und 23 Euro, eine ganze Schweinshaxe zwischen 21 und 28 Euro. Ein Weißwurstfrühstück mit zwei Würsten, Brezn und Weißbier gibt es ab etwa 12 Euro. Eine Maß Bier liegt außerhalb des Oktoberfests bei 9 bis 12,50 Euro. In München und touristischen Lagen sind die Preise höher als auf dem Land.

Gibt es vegetarische bayerische Gerichte?

Ja, auch wenn die Küche fleischlastig ist. Kässpatzen mit Röstzwiebeln, Semmelknödel mit Schwammerlsoße, Obazda mit Brezn und Radi, Kaspressknödel oder Dampfnudeln sind gute Optionen. Viele Wirtshäuser bieten inzwischen auch vegetarische Bratensoßen oder Gemüseteller an. Achtung bei Kaspressknödeln, die häufig in Rinderbrühe serviert werden – hier lohnt die Frage nach einer Gemüsebrühe.

Muss man im bayerischen Wirtshaus reservieren?

Unter der Woche reicht meist ein spontaner Besuch. Freitag- und Samstagabend sowie zum Sonntagsbraten sind beliebte Häuser jedoch häufig voll. Während der Wiesn-Zeit, an Feiertagen und im Advent sollte man frühzeitig reservieren. Für Gruppen gilt: Viele Wirtshäuser haben Nebenstuben, die man für Feiern buchen kann. Biergärten funktionieren dagegen fast immer ohne Reservierung.

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