Sushi-Restaurants in Deutschland

Nigiri, Maki und Sashimi. 860 Lokale in 149 Städten, mit Öffnungszeiten, Karte und Route.

  • 860 Lokale
  • 149 Städte
  • 16–34 € Hauptgericht
Sushi
Foto: chidorian from Japan, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
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Sushi-Restaurants nach Stadt

Was diese Küche ausmacht

Sushi entstand ursprünglich als Methode, Fisch in fermentiertem Reis haltbar zu machen. Die heute bekannte Form, frischer Fisch auf leicht gesäuertem Reis, entwickelte sich im 19. Jahrhundert an den Straßenständen von Edo, dem heutigen Tokio. Edomae-Sushi war schnelles Essen für Handwerker und Händler. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde daraus jene Kunstform, bei der Meister jahrelang lernen, Reis richtig zu würzen, Fisch zu reifen und ihn im passenden Winkel zu schneiden. Entscheidend war dabei der mit Essig gesäuerte Reis, der die lange Fermentation ersetzte und Sushi zu einem frischen Gericht machte.

In Deutschland ist Sushi seit den Neunzigerjahren ein fester Bestandteil der Restaurantlandschaft. Das Angebot ist breit gefächert: von der Sushibar mit Laufband über Lieferdienste mit kreativen Inside-Out-Rollen bis zum ruhigen Tresen, an dem ein Itamae Stück für Stück serviert. Viele Lokale verbinden japanische Klassiker mit Einflüssen aus Kalifornien oder Peru, etwa mit Avocado, Frischkäse oder scharfer Mayonnaise. Puristen schätzen dagegen Nigiri und Sashimi, bei denen allein die Qualität des Fisches zählt. Mittags locken viele Sushibars mit Bento-Boxen oder günstigen Menüs, abends kommen Gäste eher für ausgedehnte Bestellungen mit Sake oder Wein.

Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist der Reis, nicht der Fisch. Er sollte körperwarm, locker gepresst und dezent mit Essig, Zucker und Salz abgeschmeckt sein, sodass die Körner beim Essen leicht zerfallen. Der Fisch muss glänzend, fest und ohne fischigen Geruch sein. Eine gute Sushibar zeigt offen, woher sie ihre Ware bezieht, und bietet neben Lachs und Thunfisch auch saisonale Sorten wie Gelbschwanzmakrele, Jakobsmuschel oder Dorade an. Übertrieben viele Saucen auf den Rollen kaschieren dagegen oft mittelmäßige Zutaten. Freundliche Erklärungen zur Herkunft einzelner Sorten runden das Erlebnis ab.

So bestellt man richtig

Ein bewährter Einstieg ist eine Miso-Suppe oder Edamame, danach Sashimi für den Tisch, bevor Nigiri und Rollen folgen. Wer die Feinheiten erleben möchte, bestellt Nigiri in kleinen Runden, beginnend mit hellem, mildem Fisch und endend mit fettem Lachs, Aal oder Thunfischbauch. Nigiri tunkt man mit der Fischseite kurz in die Sojasauce, nicht mit dem Reis, der sonst zerfällt. Wasabi hat der Koch oft schon dosiert. Ingwer dient zur Neutralisierung zwischen den Sorten und wird nicht auf das Sushi gelegt. Mit den Fingern zu essen ist ausdrücklich erlaubt.

Preisniveau€€€
Hauptgericht16 bis 34 €
Vegetarische Auswahl●●●●●
Stärkste Zeitabends, besonders am Wochenende
Lokale im Verzeichnis860

Typische Gerichte und was sie kosten

Die Preisspannen zeigen, was diese Gerichte in deutschen Restaurants üblicherweise kosten.

Eine Auswahl aus dem Verzeichnis

Tipps für die Auswahl

  • Probieren Sie zuerst ein Nigiri mit Lachs oder Dorade, denn daran erkennt man sofort die Qualität von Reis und Fisch.
  • Sitzen Sie an der Theke, wenn möglich, denn dort sieht man die Arbeit des Sushikochs und bekommt alles frisch.
  • Saisonale oder wechselnde Fischsorten auf einer Tafel deuten auf einen Einkauf hin, der sich nach Angebot und Frische richtet.
  • Sehr große Rollen mit viel Sauce und Frittiertem sind beliebt, verraten aber wenig über das handwerkliche Können der Küche.
  • Frisch geriebener Wasabi statt grüner Paste aus der Tube ist ein seltenes, aber eindeutiges Qualitätszeichen.

Häufige Fragen

Wie viel Sushi braucht man pro Person?

Als Hauptmahlzeit reichen für die meisten Erwachsenen etwa 12 bis 16 Stücke, je nach Größe der Rollen und Hunger. Eine klassische Maki-Rolle besteht aus sechs bis acht Stücken, Inside-Out-Rollen aus acht. Nigiri werden meist paarweise serviert. Wer zusätzlich Suppe, Salat oder Edamame bestellt, kommt mit weniger Sushi aus.

Was kostet Sushi im Restaurant?

Einfache Maki mit Gurke oder Lachs kosten 4 bis 7 Euro, Inside-Out-Rollen 9 bis 16 Euro. Nigiri liegen je Paar zwischen 4,50 und 9 Euro, bei Thunfischbauch oder Wagyu deutlich höher. Sushi-Platten für eine Person bewegen sich meist zwischen 18 und 35 Euro. Omakase an der Theke beginnt bei etwa 80 Euro.

Ist roher Fisch im Sushi unbedenklich?

Seriöse Sushi-Restaurants beziehen Fisch, der für den Rohverzehr bestimmt ist, und frieren Wildfisch vorschriftsgemäß vorher tief, um Parasiten abzutöten. Schwangere, kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten dennoch auf rohen Fisch verzichten. Für sie eignen sich gegarte Varianten mit Aal, Garnelen, Tamago oder vegetarische Rollen.

Gibt es gutes vegetarisches Sushi?

Ja, die Auswahl ist größer als gedacht. Klassisch sind Kappa Maki mit Gurke, Oshinko mit eingelegtem Rettich, Kanpyo mit Kürbisstreifen und Inari, also süß marinierte Tofutaschen mit Reis. Moderne Sushibars bieten zudem Rollen mit Avocado, Spargel, Mango oder gegrilltem Gemüse. Die Sojasauce ist in der Regel vegan, Tamago dagegen enthält Ei.

Was ist Omakase?

Omakase bedeutet so viel wie „ich überlasse es Ihnen“. Der Gast verzichtet auf die Karte und bekommt vom Sushikoch eine Folge von Stücken serviert, die nach Saison und Tagesware zusammengestellt ist. Jedes Nigiri wird einzeln gereicht und sofort gegessen. Omakase findet meist an der Theke mit wenigen Plätzen statt und muss in der Regel reserviert werden.

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